Das stadtlabor ist EIN Kooperationsprojekt zwischen Wissenschaft, Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Gruppen und bietet nun einen Raum, um die verschiedenen Perspektiven aus dem Globalen Süden, Osten und Norden zu versammeln, bereits bestehendes und entstehendes Wissen zu vernetzen und Gedenken zu gestalten.
Also Komm und sieh dich um !
In den letzten Monaten war es etwas ruhiger bei uns, doch das Projekt Stadtlabor lebt weiter. Wir bieten weiterhin einen Raum für Austausch, Vernetzung, Workshops und weiteren Formaten, die sich mit Kolonialismus und dessen kontinuierlichen Spuren (in Göttingen) beschäftigen. Aktuell arbeiten wir mit neuer Energie an unserem Frühlingsprogramm, das spannende Veranstaltungen, Runde Tische und vieles Weitere bereithält. Schon bald teilen wir hier unser Programm und wir freuen uns darauf, euch beim Frühlingsprogramm willkommen zu heißen!
„Ein Großteil dessen, was bis heute als Errungenschaft der europäischen Wissenschaft gilt, basiert auf Wissen, das aus den Kolonien stammt. Und europäische Wissenschaft profitiert bis heute davon.“
(Rebekka Habermas)
Auch die Universität Göttingen ist historisch in koloniale Wissensproduktion und ihre Legitimation verstrickt gewesen. Das Netzwerk Decolonizing University Göttingen hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Verstrickungen kritisch aufzuarbeiten, blinde Flecken sichtbar zu machen und dekoloniale Ansätze nachhaltig in Forschung und Lehre zu verankern.
Das vorliegende Positionspapier bündelt die Ergebnisse langjähriger Diskussionen, Austauschprozesse und gemeinsamer Forschung. Es ist sowohl Dokumentation als auch Einladung: zu einer systematischen, kritischen Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Universität und zu einer zukunftsfähigen Strategie für Lehre, Forschung und Sammlungspraxis.
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Vortragsreihe Widerständige Demokratie
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie will verteidigt werden. In Zeiten, in denen Kulturräume unter Beschuss stehen und Erinnerungsorte bedroht werden, braucht es mehr als stille Hoffnung. In dieser Reihe versammeln wir Stimmen, die sich den rechtsextremen und demokratiefeindlichen Angriffen auf unsere plurale Gesellschaft entgegenstellen. In den ersten beiden Vorträgen fragen wir uns, wie Rechtsextremismus heute aussieht, was ihn auszeichnet und wie seine sprachlichen Strategien funktionieren. In den letzten beiden Vorträgen schauen wir uns konkrete Beispiele an: Wie attackiert die extreme Rechte Theater, (queere) Archive und Gedenkstätten? Von subtilen Codes, mit denen rechtsextreme Botschaften verbreitet werden, bis zu den offenen Attacken auf Kulturinstitutionen – hier wird sichtbar gemacht, was im Verborgenen wirkt. Lasst uns gemeinsam Platz nehmen für unsere Demokratie.
WIDERSTÄNDIGE DEMOKRATIE ist eine Kooperation von Boat People Project, KAZ Göttingen, Literaturzentrum Göttingen, Museum Friedland, Institut für Diversitätsforschung und Stadtlabor Göttingen
Gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘
Vorlesungsreihe #Decolonize your university
Die Geschichte der Universität und viele ihrer Fächer sind tief verstrickt mit dem kolonialen Projekt. Wenig davon ist bisher aufgearbeitet und wenig daraus gelernt worden. Bis heute sind die kolonialen Spuren, sei es mit Objekten oder Inhalten, noch in Lehre und Forschung gegenwärtig. Global wird viel diskutiert, universitäre Lehre und Forschung zu dekolonisieren.
Die interdisziplinäre Vortragsreihe „Decolonize your university“ des Netzwerks „Uni Göttingen dekolonisieren“ bietet kritische Einblicke in koloniale Verstrickungen von Fächern und zeigt erste Wege auf, wie einzelne Fächer und Mitarbeitende versuchen, sich diesem Erbe zu stellen.
Das Netzwerk „Uni Göttingen dekolonisieren“ ist Teil des Stadtlabors „Wege zu einer kolonialkritische Stadt“

Impulspapier „Wege zu einer kolonialkritischen Stadt – 9 Bausteine für eine inklusive und plurale Erinnerungskultur“
Wie mit der kolonialen Vergangenheit, die nicht vergangen ist, sondern in Bilderwelten, Wissensordnungen, Emotionen, Ökonomien und der gebauten Umwelt weiterlebt, umgehen? Wie diesen Teil der deutschen Gewaltgeschichte in der Stadt und der Universität aufarbeiten und sie in die Erinnerungskultur
des Landes integrieren? Mit diesen Fragestellungen startete im Mai 2023 das „Stadtlabor – Wege zur kolonial-kritischen Stadt“ als ein Kooperationsprojekt von Wissenschaftler*innen der Göttinger Universität, Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Gruppen mit der dreifachen Zielsetzung: Perspektiven versammeln – Wissen vernetzen – Gedenken gestalten.
Im folgenden Impulspapier „Wege zu einer kolonialkritischen Stadt – 9 Bausteine für eine inklusive und plurale Erinnerungskultur“ reflektieren die Kooperationspartner*innen des Stadtlabors über ihre Erfahrungen und legen eine Bestandsaufnahme der städtischen und universitären Aufarbeitung des kolonialen Erbes vor. In 9 Bausteinen zeigen sie methodische Wege auf, wie einer inklusiven, die verschiedenen Erfahrungen mit einschließenden kolonialkritischen Erinnerungskultur in Stadt und Universität ein Schritt nähergekommen werden kann.
Ausstellungseröffnung 17.08.24 18:00:
Das Album – koloniale Familiengeschichte aufarbeiten, aber wie?
Wir freuen uns die ersten Aussteller dieser innovativen Wanderausstellung zu sein. Der Erbe Nicolai Messerschmidt hat die Geschichte seines Urgroßvaters Theodor Schneemann aufgearbeitet. Dieser was Soldat in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika gewesen (heute Tansania). Besonders an der Ausstellung sind die vielfältigen Interventionen von Schwarzen Künstlerinnen und Personen aus Tansania.
Die Ausstellung wird ab dem 27. Februar bis zum 10. April im Kulturwissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen, Heinrich-Düker-Weg 14, weitergeführt. Der Eintritt ist kostenlos.


Göttingen, Kamerun und antikolonialer Widerstand (TEIL 2- Medizin und Botanik)
In dem zweiten teil unserer Blogreihe widmen sich die Autor*innen nun den Verstrickungen der Institute für Medizin und Botanik an der Universität Göttingen
In dem zweiten teil unserer Blogreihe widmen sich die Autor*innen nun den Verstrickungen der Institute für Medizin und Botanik an der Universität Göttingen
Göttingen, Kamerun und antikolonialer Widerstand (TEIL 3- Rechtswissenschaften, Astronomie und Humananthropologie)
In dem dritten Teil unserer Blogreihe widmen sich die Autor*innen nun den Verstrickungen der Institute für Rechtswissenschaften, Astronomie und Humananthropologie an der Universität Göttingen.


Göttingen, Kamerun und antikolonialer Widerstand (TEIL 1 – Einleitung)
Wusstest du, was der anti-koloniale Widerstand in Kamerun mit Göttingen zu tun hat? Anlässlich der Ausstellung, die in den letzten Monaten im Stadtlabor zu finden war, haben sich unsere Autor*innen damit auseinander gesetzt.
Wege zu einer kolonialkritischen Stadt. Wieso setzen wir uns mit dem Kolonialismus auseinander?
Das Göttinger Stadtlabor setzt sich mit dem Thema auseinander, wie eine kolonialkritische Stadt aussehen könnte und welche Wege dahin möglich wären. Wir wollen kurz zusammenfassen, warum dies wichtig ist.

