Artikelsammlung

Wege zu einer kolonialkritischen Stadt.
Wieso setzen wir uns mit dem Kolonialismus auseinander?

Wieso Kolonialgeschichte vor Ort?
Was hat Göttingen damit zu tun?
Warum gerade wir uns mehr damit beschäftigen sollten?

Prof. Dr. Blumenbach – Wie eine Schädelsammlung zum biologischen Rassismus beitrug

Johann Friedrich Blumenbach war ein bedeutender Anthropologe, Mediziner und Biologe des 18. und 19. Jahrhunderts. Er ist so wichtig für die Universität Göttingen, weil er hier gelebt und gelehrt hat. Blumenbach war eine Koryphäe seines Feldes, hat Forschungen betrieben, welche internationale Bekanntschaft erlangten und ist bis heute einer der berühmtesten Professoren Göttingens.

Wem gedenken? – Das Südwestafrika-Denkmal

Das Denkmal wurde 1910 erbaut und gedenkt vier Göttinger Soldaten, die vermutlich bei der Niederschlagung des antikoloniale Widerstandes durch OvaHerero und Nama gestorben sind. Erst 2021 wurden die Kolonialverbrechen der deutschen “Schutztruppe” von der Bundesrepublik als Völkermord anerkannt Schätzungsweise wurden damals rund 80% der OvaHerero und 50% der Nama ermordet.

Leben im Lager Ebertal – Sprachforschung an den fünf Kriegsgefangenen

Die Kriegsgefangenen wurden zunächst im sogenannten Halbmondlager in Wünsdorf bei Berlin interniert. Im Rahmen der phonographischen Kommission unter der Leitung von Wilhelm Doegen wurden Sprachforschungen durchgeführt, sodass der Iranist Andreas dort einen ersten Zugang zu den inhaftierten Soldaten bekommen hat. Die Sprachforschungen waren unterteilt in verschiedene Sprachfamilien, sodass Heinrich Lüders die Abteilung der ‘Orientalistik und Indologie’ übernommen hat und F.C. Andreas ihm unterstellt war.